Pressemitteilung Eskimo Projekt

ESKIMO - eine Vision wird Wirklichkeit

05.10.21

Das Forschungsprojekt ESKIMO befindet sich in der Umsetzungsphase. Die innovativen Konzepte für die Baustelle von morgen werden nun Realität. Und dabei warten Herausforderungen an jeder Ecke.

Kleiner Rückblick: Seit April 2020 bearbeiten die zehn Partner des ESKIMO Projekts die drei geplanten Projektpiloten mit ihren jeweiligen Basistechnologien. Das Team von Open Experience beschäftigen sich dabei mit der automatisierten Unterstützung der technischen Qualitätssicherung. Der Münchner Projektraum-Hersteller PMG leitet im Rahmen des Projekts die Arbeiten am Pilot-Modul zur kaufmännischen Qualitätssicherung. Die deutsch-französische IT-Beratung Actimage entwickelt zusammen mit den Baulogistik-Experten von Frankfurt Economics einen innovativen Prototyp zur automatischen Unterstützung von Baulogistik-Planern. 

Nun hat die entscheidende Phase begonnen: Die ersten Ergebnisse der Basistechnologiemodule liegen vor, nun können die darauf aufbauenden Projektpiloten umgesetzt werden. Die Basismodule des Projekts wurden dabei vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Fraunhofer IOSB und der Hochschule Darmstadt entwickelt. Das KIT stellt ein Modul zur Bilderkennung bereit, unterschiedliche Situationen auf der Baustelle und erkennen soll. Da zum erfolgreichen Training komplexer Bilderkennungsverfahren eine ausreichend große Trainings- und Testdatenmenge erforderlich ist, spielte hierbei die tatkräftige Unterstützung der Anwendungspartner des Projekts, der Bauunternehmung Karl Gemünden GmbH & Co. KG und der Ed. Züblin AG, eine entscheidende Rolle. Diese haben eine große Bilddatenbank mit annotierten Bildern erstellt, die die Grundlage für die Bilderkennungsalgorithmen liefert. 

Die Wissenschaftler vom Fraunhofer IOSB und der Hochschule Darmstadt bearbeiten das Thema der Echtzeitpositionserkennung. Das IOSB beschäftigt sich hierbei insbesondere mit einem Modul zum topologischen Abgleich von BIM-Modell und Realität. Die Hochschule Darmstadt arbeitet an der Echtzeit-Positionsermittlung mithilfe von Sensortechnik zur Optimierung der Bauabläufe. Beide Forschungspartner konnten seit dem letzten Projektupdate im März erste Prototypen ihrer Arbeit fertigstellen, die bereits vielversprechende Ergebnisse liefern. 

In den nächsten Monaten werden die Partner des ESKIMO Projekts versuchen, die entwickelten Module zu den drei Projektpiloten zusammenzuführen. Danach sollen auch bereits erste Erprobungen auf der Baustelle und mit echten Daten durchgeführt werden. Es bleibt also spannend! 

eskimo-halbzeit

Halbzeit für ESKIMO

10.03.21

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt ESKIMO bearbeitet seit knapp einem Jahr die Frage, wie die Baustelle von morgen mit künstlicher Intelligenz unterstützt werden kann. Zeit für eine Halbzeitbilanz!

Im April 2020 wurde das ESKIMO Projekt durch den offiziellen Kick-Off gestartet. Im Rahmen von ESKIMO werden drei Projektpiloten entwickelt. Das Team von Open Experience beschäftigen sich dabei mit der automatisierten Unterstützung der technischen Qualitätssicherung. Der Münchner Projektraum-Hersteller PMG leitet im Rahmen des Projekts die Arbeiten am Pilot-Modul zur kaufmännischen Qualitätssicherung. Die deutsch-französische IT-Beratung Actimage entwickelt zusammen mit den Baulogistik-Experten von Frankfurt Economics einen innovativen Prototyp zur automatischen Unterstützung von Baulogistik-Planern.

Innerhalb der letzten Monate wurden detaillierte Konzepte für die Umsetzung der geplanten Szenarien erarbeitet und erste Proof-of-Concept-Umsetzungen entwickelt. Ein zentraler Teil aller Projektpiloten sind Bilderkennungsalgorithmen, die mit Unterstützung des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) implementiert werden. Wichtig zum erfolgreichen Training komplexer Bilderkennungsverfahren, wie KNNs, ist eine ausreichend große Trainings- und Testdatenmenge. Dieser entscheidende Input kommt von den Anwendungspartnern des Projekts, der Bauunternehmung Karl Gemünden GmbH & Co. KG und der Ed. Züblin AG. Dabei sind insgesamt mittlerweile bereits mehr als 200.000 Bildaufnahmen entstanden. Die Bauunternehmung Gemünden alleine hat beispielsweise über 100.000 Bilder zur Verfügung gestellt, tausende Bilder sortiert und verschlagwortet und rund 55.000 Labels erstellt. Die ersten Ergebnisse der Bilderkennungsalgorithmen, die auf Basis dieser Daten trainiert worden sind, zeigen schon vielversprechende Ergebnisse.

Ebenso zentral für die ESKIMO-Entwicklungen sind die Module zur Echtzeitpositionserkennung entwickelt von Wissenschaftlern vom Fraunhofer IOSB und der Hochschule Darmstadt. Das IOSB beschäftigt sich hierbei mit einem Modul zum topologischen Abgleich von BIM-Modell und Realität. Die Hochschule Darmstadt arbeitet an der Echtzeit-Positionsermittlung mithilfe von Sensortechnik zur Optimierung der Bauabläufe. Die Technische Universität Darmstadt (TUD) begleitet das Projekt aus der arbeitswissenschaftlichen Perspektive.

Das ESKIMO Projekt ist auf insgesamt zwei Jahre Forschungsdauer ausgerichtet. Der Halbzeitstand zeigt, dass viele der Ideen großes Potenzial haben und sich auf einem vielversprechenden Weg befinden. Gleichwohl ist noch viel zu tun, sodass auch das nächste Jahr auf jeden Fall spannend bleibt! Wir werden dabei über den weiteren Projektverlauf hinweg regelmäßig über den aktuellen Stand berichten.

 
HELMKAMERA ERKENNT MÄNGEL AUF DEM BAU

HELMKAMERA ERKENNT MÄNGEL AUF DEM BAU

Eine Großbaustelle in Darmstadt wird zum Experimentierfeld für künstliche Intelligenz. In der Holzhofallee werden neue Wohnhäuser gebaut und gleichzeitig digitale Technik für die Zukunft getestet. Zum Beispiel die Helmkamera ESKIMO. Sie soll ganz leicht Baumängel erkennen, zum Beispiel Risse in der Wand oder falsch montierte Türgriffe.

Startschuss für ESKIMO

28.04.20

Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt ESKIMO dreht sich alles darum, wie die Baustelle von morgen mit Künstlicher Intelligenz unterstützt werden kann.

Am 28.04.2020 wurde das ESKIMO Projekt durch den offiziellen Kick-Off gestartet. Aufgrund der Corona-Krise musste diese erste Veranstaltung durch ein Online Treffen ersetzt werden, der Motivation aller Beteiligten tat dies jedoch keinen Abbruch. Das Akronym ESKIMO steht im Übrigen für „Entwicklung von Systembausteinen der Künstlichen Intelligenz für eine digitale mobile Wertschöpfungskette für die Bauausführung“ und beschreibt damit auch schon sehr gut die Projektziele des vom BMBF geförderten Projekts.

Im Rahmen von ESKIMO sollen drei Projektpiloten entwickelt werden. Die Experten von Open Experience beschäftigen sich dabei mit der automatisierten Unterstützung der technischen Qualitätssicherung. Dabei sollen optische Abweichungen zum Soll-Zustand, also Oberflächenmerkmale wie Beschädigungen, Flecken, Verfärbungen etc. mit Hilfe von Bilderkennungsalgorithmen erkannt werden und zudem strukturelle Unterschiede zum BIM-Modell, wie fehlende oder falsch eingebaute Bauelemente automatisch erfasst werden. 

Der Münchner Projektraum-Hersteller PMG leitet im Rahmen des Projekts die Arbeiten am Pilot-Modul zur kaufmännischen Qualitätssicherung. Das Ziel ist es dabei, einen Leistungsabgleich basierend auf dem BIM-Modell und der Realität zu ermitteln. Anhand regelmäßiger Ist-Aufnahmen kann der Zeitpunkt des Einbaus von einzelnen Bauelemente ermittelt und mit der Planung modellbasiert abgeglichen werden. Auch hierbei sollen die neuesten Technologien aus den Bereichen künstliche Intelligenz und Bilderkennung zum Einsatz kommen.

Das dritte Projektmodul wird von der deutsch-französischen IT-Beratung Actimage zusammen mit den Baulogistik-Experten von Frankfurt Economics entwickelt und zielt auf eine Anwendung von modernster Algorithmik im Bereich Baulogistik ab. Hierbei wird der Fokus auf logistische Prozesse inner- und außerhalb der Baustelle gelegt, damit die vorhandenen Ressourcen wie mögliche Lagerplätze und Verfahrenswege möglichst optimal genutzt werden können.

Um diese drei Module verwirklichen zu können, werden im Rahmen von ESKIMO von drei Partnern Basistechnologie-Module entwickelt. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist dabei für die adaptive Erkennung von Bauobjekten aus Bild- und Sensordaten zuständig. Die Wissenschaftler vom Fraunhofer IOSB erstellen ein Basis-Modul zum topologischen Abgleich von BIM-Modell und Realität. Die Hochschule Darmstadt arbeitet an der Echtzeit-Positionsermittlung zur Optimierung der Bauabläufe. Die Technische Universität Darmstadt (TUD) begleitet das Projekt aus der arbeitswissenschaftlichen Perspektive.

Die Projekte werden mit starkem Praxisbezug und Unterstützung der Anwendungspartner Bauunternehmung Karl Gemünden GmbH&Co.KG und Ed. Züblin AG umgesetzt. Dabei ist auch eine aktive Erprobungsphase auf den jeweiligen Pilotbaustellen der Anwendungspartner vorgesehen.

Die Laufzeit des ESKIMO Projekts ist auf zwei Jahre festgelegt. Auf dieser Website werden wir dabei über den gesamten Projektverlauf hinweg über den aktuellen Stand berichten!